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Von der Skulptur zur Konstruktion

Der Re:Panel Table entwickelt sich direkt aus dem skulpturalen Objekt Re:Panel, das erstmals auf dem Salone del Mobile 2025 präsentiert wurde. Was als vertikale, autonome Metallform begann—eine Untersuchung von Reduktion, struktureller Logik und industrieller Offenheit—wurde in eine horizontale Ebene überführt. Diese Transformation ist nicht nur formal; sie definiert die Rolle des Objekts neu und verschiebt es von der Kontemplation zur Nutzung, während seine konzeptuelle Intensität erhalten bleibt. 

Foto: Szymon Jędrzejewski/Alex Iwański/Julia Leus

Die nicht-offensichtliche Oberfläche

Auf den ersten Blick widersetzt sich die Tischplatte konventionellen Erwartungen. Durch ein rhythmisches Raster von Öffnungen perforiert, stellt sie die Idee einer durchgehenden, massiven Fläche infrage. Diese Leerräume sind nicht dekorativ—sie sind strukturell, konzeptuell und generativ. Die Abwesenheit von Material wird ebenso bedeutungsvoll wie seine Präsenz und spiegelt Ziętas konsequentes Streben nach radikaler Reduktion und Effizienz wider. 

Materialehrlichkeit und brutalistische Ausdruckskraft

Aus Stahl gefertigt und mittels FiDU-Technologie geformt, verkörpert der Tisch einen klaren brutalistischen Charakter. Seine rohe, industrielle Präsenz wird lediglich durch subtile Oberflächenbehandlungen und das Spiel des Lichts auf seiner aufgeblasenen Geometrie gemildert. Die zylindrischen Beine, massiv und zugleich leicht, verankern die Komposition und machen die Spannung zwischen Masse und Luft sichtbar—zwischen dem, was schwer erscheint, und dem, was tatsächlich ultraleicht ist. 

Foto: Szymon Jędrzejewski/Alex Iwański/Julia Leus

Foto: Szymon Jędrzejewski/Alex Iwański/Julia Leus

Sichtbar gemachtes konstruktives Denken

Der Re:Panel Table ist eine Manifestation konstruktiven Denkens. Jede Öffnung, jede Krümmung und jede Proportion ist das Ergebnis präzise berechneter Kraftverteilungen und des Materialverhaltens. Er ist ein Tisch, aber auch ein Prototyp—eine verdichtete architektonische Idee. Wie viele Arbeiten von Zięta funktioniert er gleichzeitig als funktionales Objekt und als Forschungsmodell, das komplexe strukturelle Ambitionen auf eine häusliche Dimension überträgt. 

Foto: Szymon Jędrzejewski/Alex Iwański/Julia Leus

Die Rolle der Leere

Die Perforationen der Tischplatte führen eine neue räumliche Dynamik ein. Licht dringt durch die Struktur und erzeugt sich ständig verändernde Muster unter der Oberfläche. Der Tisch endet nicht an seinen Kanten—er erweitert sich in den Raum darunter und aktiviert Boden und Umgebung. Die Leere wird zu einem aktiven Bestandteil des Entwurfs—eine unsichtbare Architektur, geformt durch Licht und Schatten. 

Foto: Szymon Jędrzejewski/Alex Iwański/Julia Leus

Von Abwesenheit zur Kollaboration
Was zunächst als strukturelle Notwendigkeit erscheint, wird zum Ausgangspunkt eines künstlerischen Dialogs. Die Öffnungen in der Tischplatte führten zur Zusammenarbeit, die auf dem Salone del Mobile 2026 inauguriert wurde: Zieta x Szwed. Diese Partnerschaft führt keramische Formen ein, die die Leerräume besetzen—sie füllen, unterbrechen oder treten auf unerwartete Weise mit ihnen in Beziehung. 

Keramik im Metall

In dieser Zusammenarbeit werden keramische Skulpturen in die Stahlstruktur integriert und schaffen eine vielschichtige Komposition. Unterhalb der Tischplatte schwebend, verwandeln sie die Unterseite in ein Feld künstlerischen Ausdrucks. Der Kontrast zwischen der Präzision des Metalls und der taktilen, expressiven Natur der Keramik erzeugt eine neue materielle Erzählung—eine, die Kontrolle und Spontaneität miteinander verbindet. 

Ein lebendiges Objekt

Der Re:Panel Table ist keine geschlossene Form. Er ist ein sich entwickelndes System—offen für Interpretation, Modifikation und Zusammenarbeit. Von seinen Ursprüngen als skulpturaler „Offcut“ bis zu seiner heutigen Rolle als funktionales Objekt, bereichert durch keramische Intervention, bleibt er ein Zeugnis kontinuierlicher Exploration. Er ist ein Tisch, eine Struktur und eine Plattform für zukünftige Ideen. 

Im Dialog mit Jean Prouvé

Der Re:Panel Table tritt zudem in einen direkten Dialog mit dem Erbe von Jean Prouvé, insbesondere mit seinem Konzept des „façade panel“. Wie Prouvé betrachtet Zięta Metall sowohl als Struktur als auch als Oberfläche—als ein Element, das Raum definiert und zugleich Lasten trägt. Die Logik von Vorfertigung, Wiederholung und Effizienz ist in der DNA des Tisches verankert. 
Ein neues Panel
Re:Panel interpretiert Prouvés Erbe durch zeitgenössische Werkzeuge und die FiDU-Technologie neu und übersetzt die Idee eines architektonischen Paneels in eine ultraleichte, aufgeblasene Stahlform. Es ist zugleich Hommage und Weiterführung—eine Reflexion darüber, wie sich Prouvés Prinzipien im Zeitalter des computergestützten Designs und der fortschrittlichen Fertigung weiterentwickeln können. 

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